Blasser Blauer Punkt Pale Blue Dot: Die Erde – Ein Staubkorn im Universum
Der Weltraum. (Un)Endliche Weiten. Sieben Milliarden zählt unsere narzisstisch veranlagte Spezies, versammelt auf einer geradezu nichtigen, absurd winzigen, ja nicht einmal ernsthaft als Staubkorn wahrnehmbaren Kugel in den galaktischen Maßstäben unseres Universums. In jenem tummeln sich abseits unserer heimeligen Milchstraße weitere geschätzte 100 Milliarden Galaxien. Jede einzelne dieser Galaxien beinhaltet dem Anschein nach rund 100 Milliarden Sterne. Flammende Infernos gleich unserer Sonne. Und um jeden der 10 Trilliarden (10.000.000.000.000.000.000.000) Sterne wiederum kreiseln durchschnittlich 1-2 Planeten. Felsbrocken wie unser Blauer Planet.
So irrelevant klitzeklein, wie wir nun einmal sind, fühlen wir uns jedoch exorbitant kolossal. Überdimensional. Geradezu übermenschlich. Gleich eines einzelnen Siliciumatoms in der Mitte der weitläufigen Sahara bedeutend nehmen wir es uns heraus, Kriege zu führen. Zu unterdrücken. Millionenfach zu morden. Wir lügen, verachten, hassen, urteilen; zynischerweise oftmals im Namen unserer Schöpfer. Eines rand- und bandlosen Mobs gleich rauschen wir zerstörend und plündernd über unsere Heimat. Über unsere Mutter Erde, unseren kleinen Planeten. Einem aus knapp 20 Trilliarden. Eine Erkenntnis, die gerade ob der von Menschen geschaffenen, zutiefst menschenverachtenden Zustände in unserer Heimat umso deutlicher schmerzt.
Carl Sagan, amerikanischer Astronom und Astrophysiker († 20. Dezember 1996), fasste anno 1994 den Status quo unserer Erde im Angesicht des gesamten Universums in geradezu unheimliche, Gänsehaut hervorrufende Worte. Sie kamen ihm, nachdem er ein am 14. Februar 1990 von der NASA-Sonde “Voyager 1” aufgenommenes Bild der Erde aus 6,4 Milliarden Kilometern Entfernung schaute. Aktuell scheidet Voyager 1 übrigens in einer Entfernung von 17,9 Milliarden Kilometern aus unserem Sonnensystem; derweil unser Blaue Planet gänzlich im kosmischen Hintergrundrauschen verschwand …