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Hochbegabt Und Kaputt Diagnose: Hochbegabung

Diagnose Hochbegabung - klingt nach Geschenk, fühlt sich oft an wie Fluch. Über das Erkennen, das Unterdrücken und die späte Wahrheit.
Diagnose: Hochbegabung

Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.

Unbekannter Zeding… Zitot… Zitator

Wohl wahr – bleibst du ein Kind, obgleich rein äußerlich (mehr oder minder) zum Manne gereift; verspielt, neugierig und allzeit hinterfragen, so wirkt der Welten Gang bisweilen bestialisch betrübend, verbitternd und erdrückend. Wer Schönes schaut, erblickt auch Schatten. Abgründe en masse. Meine Wenigkeit weint betreffend oft und viel, heult regelrecht qualvoll beklemmend; vergießt kleine Rinnsale warmer Tränen für Menschheit und Planet, resultierend aus derer gegenwärtigen, ganzheitlichen Beschaffenheit.

Cut!

Mein Neurologe respektive Psychologe teilte mir dieser Tage frohen Mutes mit, dass eine erste Diagnose hinsichtlich der Ursachenforschung ob meiner gravierenden psychischen Probleme alias Depressionen im Endstadium vollzogen sei. Befund: Hochbegabung. 130 – 140 + x. Mitschuld an Gram und Kummer meinerseits habe ergo auch der Umstand, dass ich zeit meines Lebens unentwegt zu viel begriffe sowie sähe – und jene angeeigneten Wissensfragmente gekonnt zu verknüpfen und verstehen vermöchte; wohingegen Naivität sowie Unwissenheit durchwegs Glück verursachten.

Cut!

Jenes Resultat ließ mich temporäre einen süßen Tropfen des Trostes reinen Nektars schlucken – denn Probleme mit greifbarem Namen lassen sich eloquenter beherrschen und aufdröseln denn namenlose, schemenhafte Fesseln. Junge, Junge, es bleibt spannend. Not!

Titelbild: “Pain” von “Rilrae“.