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Haarsträubende Theorie BILD-NIVEAU: Massensterben unter Vögeln und Fischen – geheime Neutronenwaffe schuld?

Massensterben bei Vögeln und Fischen - und die BILD-Niveau-Verschwörungstheorien, die daraus entstehen. Neutronenwaffen, natürlich.
BILD-NIVEAU: Massensterben unter Vögeln und Fischen – geheime Neutronenwaffe schuld?

Haarsträubende, geradezu an den Haaren hergeleitete Verschwörungstheorien – gibbet denn was Schöneres? Um ein Haar ward die nun folgende haarige Angelegenheit durch das Veto eines guten Bekannten verhindert worden, es gab eine kurzweilige haarige Auseinandersetzung, derer ich mich aber glücklicherweise mit Haut und Haaren entwinden konnte. Er konnte mir folglich kein Haar krümmen. Ich könnte nun dennoch im Folgenden kein gutes Haar an ihm lassen, wende mich aber hingegen meiner längst widerlegten Verschwörungstheorie zu:

Massig tote Vögel und Fische

Nach der jüngsten Meldungshäufung über Tausende verendete Vögel in verschiedenen Regionen der USA und Schweden sowie Hunderttausender toter Fische im Arkansas-River stellt sich einem die berechtigte Frage nach der oder den Ursachen für diese verschiedenen Massensterben. Mögen in diesen zugegebenermaßen sonderbaren Ereignissen die einen Pragmatiker das Jüngste Gericht und andere geistig umnächtigte Personen erste Vorboten des gegen Ende 2012 bevorstehenden Weltunterganges erkennen, so biete ich der restlichen, bildzeitungsverschlingenden Bevölkerung eine viel gravierendere, zutiefst verschworene Verschwörungstheorie: Geheime Neutronenwaffen der USA haben Schuld am tierischen Desaster.

Schon lange arbeitet das amerikanische Militär an der Konstruktion neuartiger Massenvernichtungswaffen, die durch kurzzeitig auftretende Schockwellen oder flüchtige Strahlungen auf einem exakt anvisierten und zudem streng begrenzten Raum alles Leben mit einer geradezu perfiden Gründlichkeit vernichtet. Sicher, dies gelang bislang auch durch die Zündung einer einfachen, thermonuklearen 20-Megatonnenbombe. Einziger Nachteil dieses brachialen Hammerschlages: Nicht nur – zumeist “feindlich gesinnte” – Menschen, sondern auch ertragreiche Sachwerte respektive Beute wurden unumstößlich vernichtet. Ein Unding, sollten sich doch regional begrenzte Atomkriege nach dem Sieg einer der beteiligten Staaten durch das hinterher getätigte und durchaus profitable Verscherbeln eroberter Materialien und Technologien rentieren.

Die Endlösung

Einen Ausweg aus dieser verfahrenen Situation bietet die Neutronenbombe, eine Waffe, dich nahezu nur Menschen tötet, irrelevant wenig Strahlung hinterlässt und vor allem die Sachwerte erhält, sodass “bereinigte” Gebiete sofort zugänglich sind.

Doch warum starben dann in den vergangenen Tagen ausschließlich Vögel und Fische? Nun, das liegt in der Natur geheimer Projekte. Sollte eine solche Bombe testhalber im dicht besiedelten, urbanen Gelände gezündet werden, wäre sie fortan unter Garantie alles Mögliche – nur nicht mehr geheim. Wie gut, dass das amerikanische Militär Massen an ferngesteuerten Kriegsdrohnen sein eigen nennen darf. Kleine, unauffällige und teils auf dem Radarschirm nicht zu erkennende Engel des Todes, leise durch die Lüfte schwirrend und beladen mit einer in Metall gepackten Ausgeburt der Hölle, erpicht darauf, alles Leben im anvisierten Gelände auszuradieren. Die perfekte Geheimwaffe gegen unerwünschte Aufstände oder gemeingefährlichen Versammlungen barbärtiger Taliban.

Bratheringe und Grillvögel

Damit jene Waffen ihren Dienst wie gewünscht erledigen, werden sie vor ihrem Einsatz in der Weltöffentlichkeit gewöhnlich einer langen Reihe intensiver Test unterzogen. Und was böte sich besser als ideales Testobjekt als ein friedlich umherfliegender Vogelschwarm an? Oder eine langsam daherdümpelnde Ansammlung garstiger Fische? Mit diesen unfreiwilligen Probanden ließen sich mit Leichtigkeit Wirkung und Umkreis der neuen Waffen ertesten, ohne dass es zu größeren Kollateralschäden käme. 5.000 tote Vögel sind einen verirrten Nachrichtenkommentar wert, 5.000 tote Menschen hingegen beschäftigten die Medien für Monate. Zumindest, wenn jene Opfer in der westlich geprägten Hemisphäre stürben.

Fazit der Theorie

Wir halten somit fest: Die Vogel- und Fischschwärme starben allesamt NICHT am verwirrenden Krach explodierender Feuerwerkskörper und der dadurch in großen Mengen auftretenden Magnesiumdämpfe, sondern durch geheime amerikanische, von kaum ersichtlichen Drohnen abgefeuerten Neutronenwaffen mit dem Ziel, eben jene Waffen näher zu ergründen und schlussendlich nützliche Schlüsse aus den ersichtlichen Ergebnissen zu ziehen. Wie Neutronenwaffen funktionieren? Ob das überhaupt ginge? Warum Fische beteiligt waren? Weshalb auch über Schweden? Und wieso nur um Silvester herum? Egal! Hey, das ist schließlich eine an den Haaren herbeigezogene Verschwörungstheorie, keine Doktorenarbeit 🙂