Wir schreiben das Jahr 2003, als ein Thriller von James Mangold, in dem sich unter anderem John Cusack und Ray Liotta einer unbekannten Bedrohung ausgesetzt sehen, in den amerikanischen Kinos die Kassen nur so füllt. Der Film verbindet Elemente des Film Noir mit denen des Horrorfilms. Doch für mich stellt er ein Genre dar, welches eine Idee vertritt, die einfach nur genial ist. Schon Agatha Christie hat in ihrem Kriminalroman "Und dann gabs keines mehr" die Idee aufgegriffen 10 Personen, die scheinbar nichts miteinander gemeinsam haben nacheinander zu töten. Dieses Phänomen ist faszinierend. Identität ist für mich zusammen mit Butterfly Effect einer der besten Thriller des nun allmählich zuende gehenden Jahrzehnts.
Führerhauptquartier am 20. Juli 1944: Hitler, vom Attentat gezeichnet, begleitet den italienischen Diktator Mussolini nach dessen kurzer Visite in der "Wolfschanze" zum Zug. Er sagt: "Duce, glauben Sie mir bitte, wenn ich Ihnen heute sage, dass Sie mein bester und vielleicht mein einziger Freund sind, den ich auf der Welt habe". Und noch im Februar 1945 sagt Hitler über Mussolini: "Der Duce ist mir ebenbürtig, vielleicht sogar überlegen, wenn man ihn an dem misst, was er für sein Volk gewollt hat".
Der Regisseur und Drehbuchschreiber Roger Avary bereitet derzeit die Umsetzung des vor einiger Zeit angekündigten Wolfenstein-Films vor. Verfilmungen von Videospielen sind kein absolutes Neuland mehr für Avery, der schon das Drehbuch für die Leinwandadaption von Silent Hill schrieb. Zudem kennt der die Vorlage: Eigenen Angaben zufolge spielte er schon das allererste Wolfenstein-Spiel auf dem Apple II. Beim später veröffentlichten berühmten 3D-Ableger sei ihm zum ersten Mal die Idee gekommen, das Material filmisch umzusetzen.