Zivilcourage Und Tod Mann in Solln zu Tode geprügelt
Zugegebenermaßen klingt die Überschrift sehr nach Bildzeitung; allerdings fasst sie das zusammen, was passiert ist:
Der 50 Jähriger Mann befindet sich am 12.11.09 in der S7 Richtung Wolfratshausen, als er zwei Teenager (17 und 18) beobachtet, wie sie eine Gruppe Jugendliche gewaltsam dazu auffordern ihnen ihr Geld auszuhändigen. Daraufhin versucht er den Streit zu schlichten. Als das nicht gelingt ruft er die Polizei, welche am S-Bahnhof Solln auf alle warten soll. Dort angekommen verlassen alle Beteiligten um 16:05 die S-Bahn, woraufhin die 2 Aggressoren unvermittelt auf den Mann einschlagen. Im Laufe der Auseinandersetzung fällt dieser zu Boden und verliert dabei das Bewusstsein. Die Täter schlagen weiterhin auf ihr Opfer ein, flüchten jedoch nach kurzer zeit über die Bahngleisen vom Tatort. Nach wenigen Minuten wird der Verletzte ins Krankenhaus gebracht, verstirbt jedoch noch um 18:20 des selbigen Tages an den Folgen des Übergriffes. Die Täter werden nach kurzer Zeit festgenommen, nachdem sie in einem Gebüsch nahe der Bahnstrecke entdeckt wurden.
Es fiel mir sehr schwer, diesen Artikel so sachlich zu gestalten, das liegt nicht an der schrecklichen Tat an sich – leider hört man von solchen und schlimmeren Verbrechen mehr als einmal im Jahr und zu meinem Bedauern verspüre ich weder Hass noch Rachegelüste, auch das passive verhalten der Passanten überrascht mich keineswegs, in unserer Gesellschaft denkt das Individuum eben leider nur an sich – Schuld an meinem entsetzen ist die Tatsache, dass sich mein Wohnort von dem Tatort nur einige hundert Meter entfernt befindet und Solln als eines der wohlhabendsten Viertel Münchens gilt.
Und da mir an dieser stelle die Worte fehlen werde ich nun meine Oma zitieren: “Heutzutage ist man ja wirklich nirgendwo mehr sicher!”








