Himmelsturm aus Beton und Stahl

Himmelsturm aus Beton und Stahl

Nach der langen Stille hier in KronosNET über architektonische Themen aus der superreichen emiratischen Stadt Dubai kommt mal wieder ein Beitrag aus dem Osten:

Das höchste Gebäude der Welt

Dass in Dubai alles protzen muss, weiß jeder – und nun möchte sich Dubai mit dem Rekord schmücken, das höchste Gebäude der Welt zu besitzen. Der “Burj Dubai“, auch “Burdsch Chalifa” genannt und zu deutsch “Turm des Kalifen“, ist der aktuell höchste Wolkenkratzer und steht in Dubai (Vereinigte Arabische Emirate). Mit seinen 824 Metern ist er das aktuell höchste Gebäude der Welt und wurde in einem total neuen Bauverfahren errichtet.

Buttressed Core

Das “Buttressed Core” vom Architekt Bill Baker ist ein neuartiges Bauverfahren, bei dem ein Sechseck in der Mitte steht, das von 3 “Ausbuchtungen” umgeben ist, die für zusätzliche Stabilität und für mehr Platz sorgt. Zusätzlich sorgt dies auch für mehr Fensterfläche und steigert so auch den Wert des Turmes, denn was bringt ein Zimmer in einem Wolkenkratzer ohne Fenster?

Symbol für Luxus und technischen Fortschritt

Der “Burj Dubai” ist das erste “höchste Gebäude seiner Zeit” das auch zu Wohnzwecken verwendet werden soll. Zwar gehen die unteren 37 Stockwerke an ein sehr, sehr luxuriöses Hotel. Darüber entstehen aber 43 Büros und ein paar Suites. Anschließend folgen eine Lobby sowie eine Aussichtsplattform. Darüber kommen die wahrhaft teuren und edlen Zimmer für die Art von Leuten, die mehr als nur ein paar Millionen auf dem Konto haben.

Sind der Aufwand und die Höhe rentabel?

Nein, dieser Tower ist ein überteuertes Prunkstück! So erfährt man aus Wikipedia zum Beispiel:

Bis zu einer gewissen Höhe können Hochhäuser ökonomisch sein, etwa weil sie viel nutzbaren Raum pro Baufläche bieten. Ab einer bestimmten Höhe wird jedoch der Aufwand zur Errichtung der Gebäude unwirtschaftlich, weil die Kosten für Statik, Logistik, Energieversorgung usw. überproportional steigen. Beim Burdsch Chalifa kommt erschwerend hinzu, dass er sich nach oben hin extrem verjüngt. Experten wie Gerhard Matzig (der sich u. a. auf Albert Speer beruft) sehen die wirtschaftliche Grenze von Wolkenkratzern bei etwa 300 m. Was darüber hinaus geht, sei irrational und diene nur dem Übertrumpfen anderer.

Das lässt darauf schließen, dass dieser Turm nicht wirklich rentabel ist, aber darum geht es den Scheichs in Dubai nicht. Inwiefern es weiter geht, bleibt aber offen, da Dubai inzwischen auf Milliardenschulden sitzt und keine Geldreserven besitzt, also wollen wir mal abwarten, was aus der goldenen Stadt im Orient wird …

Bilder

Der Burj DubaiDer Burj Dubai

Burj von Innen1An Prunk wurde innen nicht gespart …

Burj von Innen2… wie man hier sieht.

3 Kommentare

  1. Hanibalbecter

    mhm muss ich dem guten alten Albert Speer aber auch recht geben 😀

    Absolutismus im 21. Jh.

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  2. Joshy

    Seine – damals mehr oder weniger gezwungenen – Ideen des Gigantismus werden nun auf friedliche Art und Weise realisiert. Mehr oder weniger 😉

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