Pflichtprogramm Romantik Filme, die Man(n) sehen muss – aber nicht will!
Jetzt lass uns hier einmal Tacheles reden: Wir sind Jungs! Und wir wollen alle nur das eine: Sex mit unserer Liebsten. Das steht außer Frage. Doch – warum machen es uns unsere Mädels in mancher Hinsicht so schwer? Warum legen sie uns so viele Steine in den Weg? Denn mal ehrlich, ginge es einfach nur nach uns Männern, dann sähe ein gemeinsamer Liebesabend wie folgt aus:
Mann zur Frau: Ich will Sex! Jetzt!
Frau: Gerne!
Das wäre die ideale, männerfreundliche Variante einer perfekten Partnerschaft. Die Realität hingegen schaut anders aus, wie du vielleicht auch schon zur Kenntnis nehmen musstest. Man(n) muss ärgerlicherweise um seine Mädels kämpfen, sie erobern, auf Knien daherrobben und bislang gut aufgeräumte einfühlsame sowie romantische Adern hervorkramen. Respektive die Frau lässt gerne um sich kämpfen und stellt uns Jungs wiederum auf ihre eigene, an Folter grenzende Art und Weise auf die Probe: Bevorzugt mit “romantischen” Schnulzkomödien.
Du kennst das sicherlich: Freitagabend, du hast voll Bock auf massig Blut und Morde und anschließend einer ordentlichen Runde fi***n. Dein Plan: Mit den Jungs deines Vertrauens vor der Glotze bei einem Kasten Bier einen schönen Splatter angucken und im Anschluss deine Freundin zutiefst beglücken. Gegenvorschlag deiner Freundin hingegen: Mit ihr ins Kino gehen, einen sentimentalen Film angucken und darauf folgend mit ihr in romantischer Umgebung darüber schwärmen. Nun, um den existenziellen Sex-Teil des Abends zu retten, willigen wir Jungs natürlich ein und verzichten damit auf den schöneren Spaß. Wir würgen und leiden lieber innerlich vor uns hin, derweil auf der Leinwand der schrecklichste Friede, Freude, Eierkuchen-Welt-Film läuft. Reicher Junge trifft auf Frau, Frau verliebt sich, reicher Junge geht fremd, Frau ist traurig, reicher Junge kommt auf Knien zurück zur ersten Frau, da er einen Fehler beging, alle sind glücklich und es wird geheiratet.
*WÜRG, RHEIER*
Da stellt sich einem doch die berechtigte Frage, ob Man(n) nicht einfach wieder auf die klassische Dorfmatratze umsteigen sollte. Also auf Mädels, die zwischenzeitlich schön geknallt und hinterher kommentarlos stehen gelassen werden können. Solche, für die kein Masterkey vonnöten ist. Moment, Masterkey? Ja, glücklich kann sich doch der schätzen, der den Masterkey besitzt, also einen Schlüssel, der alle Schlösser (= Mädels) knackt. Aber es gibt auch genügend Mädels, die das Gegenteil personalisieren: Die Frau hat ein Schloss, in das alle Schlüssel (= Jungs) passen. So eine Wortwörtliche – verzeih mir den Ausdruck – “Dreilochstute” eben. Damit erspartest du dir romantische Videoabende und schnulzige Kinogänge, verlörest insgesamt aber auch den Reiz an der ganzen Sache. Warum kann es denn nicht anhimmelnswerte Mädels geben, die sich ihren Jungen schnappen, mit ihm einen mitreißenden Jams Bond-Abend verbringen und anschließend im Bett aller Fantasie reizvollen, freien Lauf lassen? Oder beides zu einer phänomenalen, erregenden Symbiose verbinden? Na, das wäre doch eine Traumfrau, oder? 😉
Zurück in die reelle Welt: Da war ich also selber wieder hübsch an eine meiner sehr guten Freundinnen angekuschelt und bekam spontane Lust auf mehr – dann fiel dieser eine, verfluchte Satz: “Lass uns doch Twilight schauen!” OMG, eine Welt brach über mir zusammen, der Abend war ruiniert. Apokalypse now! Binnen Nanosekunden kehrten sich Lust und Freude in Ekel und Abscheu. Twilight. Ausgerechnet Twilight! Warum nicht Harry Potter? Oder den Einkaufskanal? Gerne auch die Schachweltmeisterschaft in Schwarz-Weiß mit Untertiteln. Aber nein, TWILIGHT! Phuu. Natürlich sagte ich “Gerne!” Ja ich, und nicht sie, wie anfangs ja euphorisch erwähnt. Und so tat ich also, als gefiele mir der Film – doch innerlich glimmt der unsterbliche Funke, dass urplötzlich Blade in die Szenerie stürmte und dem eines Vampirs unwürdigen Treiben ein explosives, blutrünstiges Ende setze.
Dem war ärgerlicherweise nicht so. Und als ob das nicht genug wäre, durfte ich mir am darauf folgenden Morgen noch einmal diesen Film angucken, da meine Freundin davon so besessen war! <Ironie>Ein wirklich vollkommenes Wochenende!</Ironie> Nun, damit dir niemals Ähnliches geschieht, gab ich mir redlich Mühe und listete die hier die meines Erachtens übelsten Frauenfilme aller Zeiten auf. Jedenfalls jene, welche ich selber bedauerlicherweise kenne. Wenn du also in nächster Zeit auch nur den Hauch einer der folgenden Titeln hören solltest, rate ich dir: Verschwinde schleunigst aus dem Haus und kehre in die nächste Kneipe ein! Und dann sorge dafür, dass du dich an den vorherigen Abend nicht mehr erinnerst und du zudem im Bett einer anderen aufwachst 😀
PS: Wenn du selber Würge-Filme ertragen musstest, die hier nicht aufzufinden sind – dann berichte mir von diesen und deinem Leiden!
Liste des Grauens:
- Unangefochten auf Platz eins: “Dirty Dancing”! Alleine, wenn ich einen der Songs im Radio höre, kommt mir das Kotzen!
- Auf Platz zwei: Die “Twilight-Saga”, ein regelrechter Chartstürmer! Meine Meinung dazu ist ja nun bekannt!
- Bronze geht an “Die Braut, die sich nicht traut” und ähnliche Verbrechen von und mit Richard Gere!
- Platz vier nimmt selbstverständlich “Titanic” ein, auch wenn die beiden Protagonisten so wirklich süß anzusehen sind!
- Die Nummer fünf geht an “Sex and the City”. Mode-Werbung, die einem als Film verpackt wird – und das auf mies!
- Gleich danach – und das ist kein Lob – folgen die “Bridget Jones”-Filme. Schlimmer gehts nimmer!
- In die Erinnerungen des Grauens hat sich bei mir zudem “Pretty woman” eingebrannt. Klar, wieder mit Richard Gere!
- Und dann diese ganzen Tierdokumentationen: “Die reise der Pinguine” und ähnliche. Hey, Tiere gehören auf den Grill, nicht auf die Leinwand!
- “Jenseits von Afrika”. Was war das für ein schrulliges geknödel, heile Welt, liebe Wildtiere und viel romantische Sonnenuntergänge. Nein danke!
- Tja und dann – ohne Witz – hatte ich mal eine Freundin, die … uff, das traue ich mich gar nicht zu sagen … mit mir “Sissi” angeguckt hatte! Keine weiteren Kommentare!