Heute am 13. Februar 2010 jÀhrt sich die Bombadierung Dresdens zum 65. mal.
Die Luftangriffe auf Dresden wurden im Zweiten Weltkrieg von der Royal Air Force (RAF) und der United States Army Air Forces (USAAF) auf den Großraum Dresden geflogen. Davon sind die vier Angriffswellen vom 13. bis 15. Februar 1945 in die Geschichte eingegangen. Dabei starben zwischen 18.000 und 25.000 Menschen. Große Teile der Innenstadt und der industriellen und militĂ€rischen Infrastruktur Dresdens wurden zerstört.
Diese Angriffe waren nicht die schwersten im Luftkrieg im Zweiten Weltkrieg. Doch veranlassten oft gerade sie Kritik an der alliierten KriegsfĂŒhrung seit 1942, besonders an der britischen Area Bombing Directive. Umstritten ist, ob solche FlĂ€chenbombardements militĂ€risch notwendig und zweckmĂ€ĂŸig waren sowie ob sie auch nach damaligem Kriegsvölkerrecht als Kriegsverbrechen zu werten sind.

Geschehnisse

In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 erfolgte auf das rund 630.000 Einwohner zĂ€hlende Dresden der schwerste Luftangriff auf eine Stadt im Zweiten Weltkrieg. 773 britische Bomber warfen in zwei Angriffswellen zunĂ€chst gewaltige Mengen an Sprengbomben ab. Durch die Zerstörung der DĂ€cher und Fenster konnten die anschließend abgeworfenen etwa 650.000 Brandbomben eine grĂ¶ĂŸere Wirkung entfalten. Ihr Feuersturm zerstörte rund 80.000 Wohnungen, und ihre Hitzeeinwirkung deformierte sĂ€mtliches Glas in der Innenstadt. Dem britischen Nachtangriff auf die ungeschĂŒtzte Stadt, die ĂŒber keinerlei Luftabwehr verfĂŒgte, folgte am Tag die FlĂ€chenbombardierung durch 311 amerikanische Bomber. Am 15. Februar musste das bereits vollstĂ€ndig zerstörte und mit schlesischen FlĂŒchtlingen ĂŒberfĂŒllte Dresden einen weiteren Angriff der US-Luftwaffe ĂŒberstehen. Bis zu 25.000 Menschen verloren ihr Leben. Die bis zur Unkenntlichkeit verkohlten Toten lagen noch Tage auf der Straße oder in den TrĂŒmmern, ehe die Leichenberge zur Verhinderung von Seuchen verbrannt werden konnten.

Bis August 1944 war Dresden als einzige deutsche Großstadt weitgehend von alliierten Bombenangriffen verschont geblieben und auch zu Jahresbeginn 1945 noch nahezu unbeschĂ€digt, obwohl es einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt zwischen Prag, Berlin, Leipzig, NĂŒrnberg und Warschau darstellte. Neben kleineren RĂŒstungsbetrieben existierten mit der Zeiß-Ikon AG, der Paul MĂ€rksch AG oder den Flugzeugwerken in Dresden-Klotzsche auch grĂ¶ĂŸere Industrieanlagen. Allerdings waren diese Angriffsziele angesichts mangelnden Rohstoffs und zunehmender Desorganisation der militĂ€rischen Nachschubwege Anfang 1945 keine kriegsentscheidenden Verkehrs- und Industrieanlagen. Da Dresden zudem außerhalb des Kampfgebiets lag, waren mit den vom Oberbefehlshaber des britischen Bomberkommandos Arthur Harris (1892-1984) angeordneten Luftangriffen keinerlei militĂ€rische, kriegsnotwendigen Ziele verbunden. Die Zerstörung Dresdens war der Höhepunkt gezielter FlĂ€chenbombardements der Alliierten gegen die deutsche Zivilbevölkerung, um deren Moral zu brechen. Der NS-Propaganda bot das Massaker von Dresden noch einmal Gelegenheit, an den Durchhaltewillen der Deutschen zu appellieren.

Kommentieren beendet