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title: "Mein Prinz kommt zur Provinz"
url: "https://lui.vn/mein-prinz-kommt-zur-provinz/"
language: "de"
type: "article"
published: "2010-06-09T22:07:13+00:00"
modified: "2010-06-09T22:16:48+00:00"
categories: ["Personal Lore"]
tags: ["Freund","Gedicht","hochbegabt","Kronyboy","Liebe","Lyrics","Ode","Schatz","schwul","Stefan"]
kicker: "Ode An Dich"
intro: "Stefan kommt zu Besuch - und Krony hämmert seine Gefühle in eine Ode. Pathos, Sehnsucht und das Eingeständnis, dass Fernbeziehungen wehtun."
image: "https://lui.vn/wp-content/uploads/2010/06/i-love-you.jpg"
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# Mein Prinz kommt zur Provinz

Was dabei herauskommt, wenn der schwarzhaarige, notorisch gelangweilte Krony – umringt von verworfenen Entwürfen – auf die Laptoptasten einhämmert, um seinen Gefühlen sowie Gedanken für Stefan freien Lauf zu lassen …

## Ode an Stefan

> Nun reist du – mein Schatz – zu mir,
> kommst her aus weiter Ferne.
> Denn mein Herz, das gab ich dir,
> hab dich echt teuflisch gerne!
> 
> Das ganze Land werden wir schocken,
> wie zwei als schwules Pärchen.
> Und vielleicht ne Runde p…shoppen,
> glaub mir, das ist kein Märchen!
> 
> Ich werd dich vorstellen allerorts,
> zeig dir die Leute und die Gegend.
> Vielleicht sogar in kurzen Shorts,
> provozierend und erregend.
> 
> Ja, du weilst von Tag zur Nacht,
> bleibst wach, derweil ich schlafe.
> Gibst acht auf mich in voller Pracht,
> und ich zähl indes Schafe.
> 
> Oh, wie ich mich auf dich freue,
> auf dich und deine Augen.
> Voll mit Liebe und auch Reue,
> das darfst du mir ruhig glauben!
> 
> Reue, denn – das weiß ich wohl,
> ich melde mich zu selten.
> Die Phrase klingt jetzt übelst hohl,
> doch wirst du’s nicht vergelten!
> 
> Ich hasse nun mal das Telefon,
> kann es gar nicht mehr hören!
> Denk nur an dessen Klingelton,
> – es weiß nicht zu betören!
> 
> Du hingegen schaffst das schon,
> bist schön und hochbegabt.
> Eben wie ein Kronyklon,
> das ist’s, was ich so mag!
> 
> Geistig sind wir gleichauf gestellt,
> berechnend und gefährlich.
> Nicht jeder hier ist so erhellt,
> klingt zwar hart, ist aber ehrlich!
> 
> Und dann dein Lachen, deine Liebe,
> dein Hass und deine Wut.
> Dein – ich nenn’s jetzt mal Getriebe,
> find ich alles wirklich gut!
> 
> In mir jedoch lebt ein Moloch,
> ein Schmerz, ein Pulk aus Plagen.
> Ich leide unter dessen Joch,
> hab Zweifel und auch Fragen.
> 
> Denn bist du das, wonach’s mich sehnt,
> was mein Herz zur Gänze füllt?
> Zum Zerreißen ist es gedehnt,
> doch die Antwort bleibt verhüllt.
> 
> Unsicherheit, die sticht und bohrt,
> die mich von innen heraus frisst.
> Ach wär ich weg, extrem weit fort,
> du wärst dann nicht so angepisst.
> 
> Was soll ich machen, soll ich tun,
> gibt es sie noch, die Chance?
> Gegen Zweifel sind wir doch immun,
> denn wir haben die Balance!
> 
> Ja, sie gibt’s, das sag ich dir,
> die Hoffnung – und sie regt sich.
> Denn eines, oh das schwör ich hier,
> ist doch ganz klar: ich lieb dich!

Jetzt liegt’s an dir, du Kommentator, sag mir, was Sache ist.
Ich warte hier, ich Administrator, bis du damit mal fertig bist.
